Stressbewältigung im Kulturvergleich | SpringerLink

Amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien. Zusammenfassung

Stressbewältigung im Kulturvergleich

Hintergrund und Ziel: Türkische Migranten stellen eine sehr wichtige Zielgruppe in der medizinischen, psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung dar, weil sie von körperlichen wie psychischen Erkrankungen häufiger und stärker betroffen sind als Personen deutscher Herkunft. Ein wichtiger Grund dafür ist unzureichendes Wissen und die mangelhafte Beachtung krankheitsrelevanter Besonderheiten in der Behandlung. Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, diese Besonderheiten zu analysieren, ihre Bedeutsamkeit für Behandlungsergebnisse zu bewerten und daraus Anregungen zur Optimierung der Versorgung abzuleiten.

Methode: Dazu wurden Patienten türkischer Herkunft und eine Kontrollgruppe deutscher Patienten parallelisiert nach Alter, Geschlecht, Diagnose und Behandlungsort mittels muttersprachlicher standardisierter Interviews befragt.

Durch Mittelwerts- und Häufigkeitsvergleiche mit dem Statistik- Computerprogramm SPSS wurden Unterschiede zwischen deutschen und türkischen Patienten der jeweiligen Diagnosegruppen bezüglich krankheitsrelevanter Faktoren z. Die Untersuchung des Einflusses dieser Faktoren auf Parameter der Behandlungsergebnisse, die sowohl Selbsteinschätzungen z. Sie wiesen nicht nur schlechtere Behandlungsergebnisse am Ende der Behandlung auf, sondern fühlten sich bereits zu Behandlungsbeginn stärker beeinträchtigt als deutsche Patienten.

So wirkten sich ein hoher Neurotizismuswert und eine hohe Anzahl an migra- tionsassoziierten Belastungen bzw. Bei den beiden psychiatrischen Grup- pen zeigten sich zudem herkunftsunabhängig pessimistische Krankheitsvorstellungen, eine niedrige Extraversion, eine hohe Anzahl kritischer Lebensereignisse, eine niedrige Behandlungsmotivation und hohe Rentenwünsche als Prädiktoren schlechter Behandlungsergebnisse, während bei den beiden KHK-Gruppen ebenso herkunftsunabhängig starke maladaptive Stressverarbeitung, niedrige Ausprägungen auf Gewissenhaftigkeit, eine Unzufriedenheit mit der Unterstützung durch Freunde und eine schwache Änderungsbereitschaft hinsichtlich präventiven Verhaltens zu schlechten Behandlungsergebnissen beigetragen haben.

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Es fiel auf, dass die bei Patienten türkischer Herkunft gefundenen Besonderheiten krankheitsrelevanter Faktoren durchweg schlechte Behandlungsergebnisse prädizierten. Die vom Arzt eingeschätzte Behandlungsmotivation war jedoch nur bei deutschen Patienten Mediator der Effekte des Glaubens an den eigenen persönlichen Einfluss 11 und des Rentenwunsches auf Behandlungsergebnisse.

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Im Rahmen des Stress- Modells eigneten sich herkunftsunabhängig eher migrationsassoziierte Belastungen und soziale Unterstützung als Mediatoren der Effekte von Persönlichkeit, Stressver- arbeitung und sozialer Unterstützung als kritische Lebensereignisse. Akkulturation wirkte amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien nicht nur direkt positiv auf die Arzteinschätzungen aus, sondern entfaltete im Rahmen des Akkulturations-Modells auch eine puffernde Wirkung auf das Leiden unter migrationsassoziierten Belastungen.

Diskussion: Unterschiede zwischen türki- schen und deutschen Patienten hinsichtlich krankheitsrelevanter Faktoren können kulturelle, religiöse, migrationsassoziierte, versorgungsspezifische und sozioökono- mische Ursachen haben.

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Für die schlechteren Behandlungsergebnisse sind teils bestimmte krankheitsrelevante Besonderheiten türkischer Patienten mitverantwort- lich. Aus den Ergebnissen der Regressions- und Pfadanalysen wurden folgende Empfehlungen zur Optimierung der Versorgung türkischer Patienten abgleitet: Arbeit mit subjektiven Krankheitsvorstellungen Vertrauen in die Behandlungswirksamkeit und den eigenen Einfluss erhöhen, vermutete Krankheitsursachen explorieren und pessimistische Krankheitsvorstellungen reduzierenDurchführung körperbezoge- ner Therapien bei starker Somatisierung z.

Die Exploration kritischer Lebensereignisse und migrationsassoziierter Belastungen sollte auf jeden Fall familiäre Belastungen fami- liäre Gewalt, seelische Erkrankungen von Familienmitgliedern, schwere Konflikte mit den Kindern und dem Partner, Eheprobleme wegen der veränderten sozialen Positi- on der Frausoziale Probleme soziale Isolation, Gefühle der Fremdheit, Unklarhei- ten bezüglich der Erwartungen anderer, Verständigungsproblemesozioökonomi- sche Schwierigkeiten Arbeitslosigkeitden Verlust der eigenen Mobilität und Prob- leme mit Rückkehrwünschen und unerfüllten Hoffnungen in Deutschland umfassen.

Weiterhin sollten integrationserleichternde Bedingungen geschaffen werden und die gesetzten Behandlungsziele realisierbar sein. Als besonders problematisch für die Interpretation der Unterschiede zwischen deutschen und türkischen Patienten stellt sich die fehlende metrische Messinvarianz dar. Ein weiteres Problem bezieht sich auf die Interdependenz einzelner krankheitsrelevanter Faktoren, die Subgruppenana- lysen zur Identifikation von Risikogruppen nahe legt.

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Eine Differenzierung zwischen kultur- und migrationsassoziierten Besonderheiten kann durch Hinzuziehung einer 12 Gruppe türkischer Patienten ohne Migrationserfahrung in der Türkei erreicht werden. Amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien and objective: Turkish immigrants are a very important target group in medical, psychiatric and psychosomatic care, because they suffer more often and more severely from somatic and mental disorders compared to persons of German origin.

At the moment their health-centred care-situation in Germany can be de- scribed as insufficient, although they are the largest group of migrants.

In den letzten Jahren sind Fragestellungen zum Zusammenspiel von Kultur und Coping in den Fokus gerückt, doch fehlt der kulturbezogenen Stressbewältigungsforschung bisher ein übergeordneter theoretischer Rahmen vgl. This is a preview of subscription content, log in to check access. Preview Unable to display preview. Download preview PDF.

An important reason therefore is a lack of attention to illness-relevant specific characteristics of that target group in the treatment process. The aim of the present study was to ana- lyse amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien illness-relevant specific characteristics, to evaluate their relevance for treatment outcome and to deduce suggestions for improvement of care.

Methods: Patients of Turkish origin and a control group of German patients matched on age, gender, diagnosis and hospital were tested by standardized interviews in their native language. The following 4 groups were analysed: Turkish patients with coro- nary heart diseases, German patients with coronary heart diseases, Turkish patients with psychiatric diagnoses and German patients with psychiatric diagnoses.

Differ- ences between German and Turkish patients in illness-relevant factors e. The influence of these factors on parameters of treatment outcome, which included self-assessment e. Turkish patients not only showed worse treatment outcomes but also felt more impaired at the beginning of treatment in comparison to German patients. Although there were differences concerning magnitude and significance of predictive power of several ill- ness-relevant factors between German and Turkish patients, they tended to have the same direction of influence on outcome.

So high neuroticism and many stressors due to migration or comparable stressors predicted poor treatment outcome in all 4 groups.

In both psychiatric groups, independent of origin, pessimistic illness beliefs, low extraversion, a high number of critical life events, low treatment motivation and a amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien desire for retirement pension were predictors of poor outcome, whereas in the two CHD-groups strong maladaptive coping, low conscientiousness, dissatisfaction with social support from friends and a low motivation to change with respect to pre- ventive behaviour were predictors of poor treatment outcome.

Wie entsteht Stress? - Das transaktionale Stressmodell

It was noticeable, that all specific characteristics of illness-relevant factors in Turkish patients were associ- ated with poor treatment outcome. According to the Coping-Mediator-Model, in Turk- ish and German patients, coping mediated different effects of personality and illness beliefs on different outcome parameters, mostly on scores obtained at t0.

Within the Stress-Model stressors due to migration or comparable stressors and social support, independent of origin, were better mediators of effects of personality, coping and social support on outcome measures than critical life events.

Acculturation not only contributed to better doctor ratings of severity of illness and impairement, but also had a buffering effect on suffering from stressors due to migration within the Acculturation-Model.

Discussion: With regard to illness-relevant factors differences between Turkish and German patients could be caused by cultural, religious, migration- specific, care-centred and socioeconomic aspects. Worse treatment outcome in Turkish patients could be attributed partly to 14 illness relevant specific characteristics.

Krankheits- und behandlungsrelevante Besonderheiten türkischer ...

According to the results of the regression- and path-analyses, the following points are recommended for improving the health- centred care-situation of Turkish patients: working with illness beliefs increasing con- fidence in treatment effectivity and in personal influence on illness, exploration of be- liefs with respect to illness-causes, reduction of pessimistic illness beliefsbody- centred treatment in the presence of strong somatization bioenergetic practicestraining of stress coping especially adaptive coping skillsencouragement of per- sonality development, socially supporting networks and treatment motivation.

The exploration of critical life events and stressors due to migration should definitely in- clude family burdens familial violence, mental disorders of other family members, severe conflicts with children and partners, marital problems because of altered so- cial position of the wifesocial problems social isolation, feelings of being a stranger or foreigner, deficits in amirkhans methodischer indikator für bewältigungsstrategien competencies, language problemssocioeconomic problems unemploymentloss of mobility and problems with desire for remigration and unfulfilled hopes in Germany.

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